Sonderdachformen Fledermausgauben

Allgemeines
Wohnräume in ausgebauten Dachgeschossen brauchen Luft und Licht. Hierfür bieten sich Gauben an. Anders als Dachaufbauten, das heißt Gauben, die aus ebenen Flächen zusammengesetzt sind, stellen Fledermausgauben oder Ochsenaugen eine Dachaufwölbung dar.

Fledermausgaube mit Doppel-S Pfannen eingedeckt.
Ursprünglich entstammt die Fledermausgaube dem Stroh- oder Reetdach und diente früher nur untergeordneten Belüftungs- und Belichtungszwecken für Speicher, Stallungen oder ähnliche Gebäude.
Damals wurde das Strohdach in Breite der vorgesehenen Gaube horizontal geteilt und ein Wagenrad in der Mitte als Abstandshalter zwischengeschoben, so dass die typisch geschweifte Gaubenform entstand und in der Gesamtwirkung an einen Napoleonhut erinnert.
Später wurde diese besondere Gaubenform unter Beachtung bestimmter Maßverhältnisse mit anderen Bedachungsmaterialien wie Hohlpfannen oder Biberschwanzziegeln durchgedeckt.
Heute bedarf es auch mit neuen Dachpfannen keines besonders großen Aufwandes, Fledermausgauben optisch ansprechend und fachgerecht auszuführen. Bei rechtzeitiger Absprache der Beteiligten, unter Einbeziehung des Regelwerks des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und der Machbarkeitserklärung der Lafarge Dachsysteme sind Dachaufwölbungen mit ihren besonders harmonischen Formen auch heute noch eine attraktive Alternative zu den gewöhnlichen Gaubenausführungen.
Neben der klassischen Dachaufwölbung in Form der „Fledermausgaube" gibt es noch die weniger bekannte, aber umso mehr zu beachtende Variante der „Geschwungenen Gaube". Unabhängig ob für ein neues Bauvorhaben oder für einen nachträglichen Ausbau im Gebäudebestand, sind beide Gaubenformen unter Berücksichtigung der konstruktiven Vorgaben plan- und ausführbar.
Konstruktion
Grundsätzlich haben Gauben den Vorteil, die Raumhöhe zu vergrößern und somit auch die nutzbare Wohnfläche unter dem geneigten Dach. Speziell Fledermausgauben sollten sich aber sowohl aus gestalterischen als auch aus funk¬tionalen Gesichtspunkten an der zur Verfügung stehenden Dachfläche und den konstruktiven Vorgaben orientieren.
So sind neben der Gesamtgröße mit ausreichen¬der Belichtungsfläche, Brüstungs- und Kopfhöhe auch die Dachrandabstände von ca. 1 m zu beachten. Ebenso sind die Proportionen der Fledermausgauben selbst einzuhalten.

Je nach Dachdeckungsmaterial ist das Verhältnis von Gaubenbreite zu Gaubenhöhe sowie der Nei¬gungsunterschied zwischen Hauptdachfläche und Gaubenscheitellinie entscheidend. Dies gilt auch für die bewährte Konstruktion des Gaubenstimbogens für Fledermausgaube und Geschwungene Gaube (siehe Konstruktionszeichnungen).


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